„Große Gefahr“
TV-Experte Hamann sorgt sich um Bayer Leverkusen
Hamann warnt vor möglichen Abgängen bei Bayer Leverkusen
Fernsehexperte Dietmar Hamann äußerte sich besorgt über mögliche Abgänge bei Bayer Leverkusen, insbesondere über einen möglichen Wechsel von Florian Wirtz. „Selbst wenn er verlängert, halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass er im Sommer geht“, sagte Hamann gegenüber der „Bild am Sonntag“. Er widersprach damit Lothar Matthäus, der Wirtz einen Wechsel erst nach der WM empfohlen hatte. „Warum sollte Wirtz nicht bei – sagen wir mal – Real Madrid durchstarten und dann mit ganz breiter Brust die WM spielen?“, fragte Hamann. Zudem sei der FC Bayern interessiert, Wirtz spätestens 2026 nach der Weltmeisterschaft in Kanada, den USA und Mexiko zu verpflichten. Ehrenpräsident Uli Hoeneß soll laut „Sky“ die Angelegenheit zur Chefsache erklärt haben. Ein Verbleib von Wirtz könnte davon abhängen, ob er eine Ausstiegsklausel in seinem neuen Vertrag hat.
Vertragssituation und Trainerfragen bei Bayer Leverkusen
Hamann betonte, dass der Verbleib des Erfolgstrainers Xabi Alonso für Bayer Leverkusen entscheidend sei. „Ich würde mich freuen, wenn Xabi Alonso bleibt, aber es besteht die große Gefahr, dass er geht. Und dann könnten auch noch andere Spieler den Klub verlassen“, erläuterte Hamann. Er erwähnte Abwehrchef Jonathan Tah, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, sowie Victor Boniface und Jeremie Frimpong als weitere mögliche Abgänge. Leverkusen könnte dann das Risiko eingehen, in der nächsten Saison nicht unter die ersten Sechs zu kommen.
Wirtz im Fokus und Lob für Xhaka
Hamann stellte fest, dass Bayer Leverkusen in der aktuellen Spielzeit bisher nur „70 Prozent“ seines Potenzials ausschöpfen konnte, jedoch in den vergangenen vier bis sechs Wochen eine starke Leistung gezeigt hat. Er sieht die Werkself als Verfolger „auf der Bayern-Spur“. Besonderes Lob erhielt Sechser Granit Xhaka, den Hamann nach dem Ballon-d'Or-Sieger Rodri von Manchester City als „den besten Spieler auf dieser Position“ bezeichnete.